Spielanleitung

Das Spiel "Empathie", das Einfühlungsspiel zum besseren Kennenlernen, entstand ursprünglich als analoges Kartenspiel für Schulklassen im Berufsschulreligionsunterricht. Heute kann es mit "empathie 2.0" auch online gespielt werden. Die Geschichte des "Spiel des BRU" wird weiter unten unter "Geschichte des Spiels" erläutert.

Die Online-Variante

Der Spielleiter verteilt an alle Mitspieler eine JA- und eine NEIN-Antwortkarte und (optional) den Empathie-Spielbogen (PDF), auf dem die Namen aller Mitspieler aufgeschrieben werden (gut auch als "2 auf 1" im Format A5 kopiert nutzbar). Dann eröffnet der/die Spielleiter/in das Spiel. Er/Sie zeigt auf dem Beamer die erste Frage an und stellt sie der Person rechts neben ihm/ihr. Alle Mitspieler werden aufgefordert, zu erraten, welche Antwort der/die Gefragte gibt und legen die entsprechende Antwortkarte verdeckt vor sich hin. Wenn sich alle - auch der/die Gefragte - entschieden haben, zählt der/die Gefragte mit "3-2-1" herunter und zeitgleich deckt jede/r seine Antwortkarte (JA oder NEIN) auf. Jetzt sieht jede/r, ob er/sie die Antwort des Gefragten richtig erraten hat.
Wer übereinstimmt, macht im Spielbogen hinter dem Namen des Gefragten ein Kreuz. Wer nicht übereinstimmt, darf kein Kreuz machen.
Zur nächsten Frage klickt die Person, die gerade geantwortet hat, und stellt sie an den/die Spieler/in, der/die rechts neben ihm/ihr sitzt und so weiter.
Am Schluss zählt jeder Schüler seine erreichten Kreuze zusammen. Wer die meisten Punkte hat, kann sich in die Mitspieler/innen am besten einfühlen, er oder sie ist der/die "Gewinner/in" des Spiels.

Einstellungen

Es besteht die Möglichkeit bei empathie 2.0 die Fragen, die in zufälliger Reihenfolge angezeigt werden, aus- bzw. abzuwählen: Wenn einzelne Fragen nicht angezeigt werden sollen, kann dies im Einstellungen-Dialog abgewählt werden. Dort wird auch angezeigt, welche Fragen bereits gespielt wurden und welche abgewählt wurden (sieht so aus wie unter diesem Text). So können bereits gespielte Karten auch wieder "druntergemischt" werden. Die Einstellungen sind nur für die jeweilige Session gültig, d.h. sobald der Browser geschlossen wird, sind die Einstellungen weg.
Tipp: Wer empathie oft spielt und immer die gleichen Karten abwählen möchte, sollte sich einfach die Nummer der Fragekarten notieren.

  • gespielt
  • abgewählt

Die Geschichte des Spiels

Im Lexikon steht:

Empathie (griech.) die, Einfühlung; die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen.
Es ist ein altes Spiel. Hermann Nicklas hat es zu Kult werden lassen. Er hat es schon vor über 30 Jahren in seiner Jungschar gespielt. Damals hieß es einfach: "Frag mich doch". Sie hatten noch keine Fragekarten, sondern erfanden die Fragen selbst. Auch die Ja und Nein Karten fehlten. Bei Ja wurde aufgestanden, bei Nein sitzen geblieben. Und es war jedes Mal spannend, wie sich dann der Gefragte entschieden hat. Stand er auch auf wie ich oder blieb er sitzen? Wenn es wenige waren, haben sie manchmal mit Streichhölzern gespielt. Jeder, der richtig geraten hatte, bekam vom Gefragten ein Streichholz. Gewonnen hatte, wer am Schluss die meisten Streichhölzer vorzeigen konnte.

Lange Zeit hatte Herr Nicklas das Spiel vergessen. Richard Lauxmann hat es dann wieder entdeckt. Jetzt hieß es SENSIS (Spiel zur Einfühlung, Natürlichkeit, Sensitivität, Intuition und Sympathie) und man konnte es kaufen. Der Psychologe Peter Lauster hatte es in der Reihe dva-spiele in der Deutschen Verlags-Anstalt herausgebracht.

Richard spielte es in seinem Religionsunterricht und "Das Spiel", wie es die Schülerinnen und Schüler nannten, wurde ein Renner. Richard Lauxmann schrieb damals in der Religionspädagogischen Korrespondenz:

Das Spiel kann das Eis brechen, wenn man als Lehrer in eine neue Klasse kommt, und außerdem hilft es, Schülern und Lehrern, sich rascher und besser kennen zu lernen.
Mehr noch: Es macht auch Riesen-Spaß!

Kein Wunder, dass es einen Siegeszug im Ländle antrat und das Spiel des BRU wurde. Doch damit hat es sich auch verändert. Die Kreativität kannte keine Grenzen. Es spielend erfanden die Schülerinnen und Schüler immer nehr neue Fragen hinzu, welche die Situation der Jugendlichen eher trafen. Aus den 60 Fragen des ursprünglichen SENSIS-Spiels sind nun über 500 Fragen geworden. 400 von Ihnen wurden für die neue Version des Empathie-Spiels als Karten ausgewählt.

Und seit November 2019 gibt es dieses Spiel jetzt in einer digitalen Variante: Auf empathie.bru-uno.de kann man in der Basisvariante bis zu 98 Karten spielen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit dem "Eisbrecher" Empathie die gleichen guten Erfahrungen machen wie viele anderen Kolleginnen und Kollegen.

Ihr Stefan Hartelt